Tracking (Cross-Domain-Tracking)

Welche Ihrer Kontakte haben Ihre externe Website besucht? Wer hat den Warenkorb-Button geklickt? Wer hat das Kontaktformular abgeschickt? Das Octoserv Tracking beantwortet genau diese Fragen – auch auf externen Seiten wie Shops oder Landingpages, die Sie nicht intern ändern können.

Die Funktion ist erreichbar über Funktionen > Tracking in der Seitennavigation.

Tracking-Ansicht mit den 4 Tabs: Sites, Trigger, Events, Einstellungen
Die Tracking-Ansicht mit 4 Tabs – hier der Tab „Sites“ mit registrierten Domains

Einrichtung in 3 Schritten

SchrittTabBeschreibung
1SitesExterne Website registrieren und Tracking-Code einbinden
2TriggerFestlegen, welche Aktionen als Conversion gelten
3EventsBesuche und Conversions auswerten

Schritt 1: Site registrieren

  1. Öffnen Sie Funktionen > Tracking.
  2. Im Tab Sites klicken Sie auf Neue Site anlegen.
  3. Vergeben Sie einen Namen (z.B. „Mein Shop“ oder „Landingpage Kampagne“).
  4. Tragen Sie die Domain ein (z.B. „shop.meinefirma.de“, ohne https://).
  5. Klicken Sie auf Site anlegen.

Tracking-Code einbinden

  1. Klicken Sie bei der neuen Site auf Snippet.
  2. Ein Modal zeigt den generierten Tracking-Code an.
  3. Kopieren Sie den Code und fügen Sie ihn auf Ihrer externen Website ein – im <head> oder vor </body>.

Hinweis: Das Snippet ist leichtgewichtig (~5 KB), verwendet keine Cookies und kein Fingerprinting. Ohne Einwilligung speichert es nichts im Browser des Besuchers (siehe Besucherkennung und Einwilligung).

Sites-Tab mit registrierten Domains, Status-Badges und Aktions-Buttons
Der Sites-Tab zeigt alle registrierten Domains mit Status, Key und Aktionen (Snippet, Pausieren, Löschen)

Schritt 2: Trigger definieren

Trigger legen fest, welche Aktionen auf Ihrer externen Website als Conversion gewertet werden. Ohne Trigger werden nur Seitenaufrufe (Pageviews) erfasst.

  1. Wechseln Sie zum Tab Trigger.
  2. Wählen Sie die Site aus, für die der Trigger gelten soll.
  3. Vergeben Sie einen Namen (z.B. „Warenkorb-Klick“ oder „Danke-Seite“).
  4. Wählen Sie den Trigger-Typ (siehe unten).
  5. Optional: Wählen Sie einen Tag, der bei Trigger-Match automatisch dem Kontakt zugewiesen wird.
  6. Klicken Sie auf Trigger anlegen.

Die 4 Trigger-Typen

TypBeschreibungBeispiel
Seitenaufruf Matcht die aktuelle URL gegen ein Pattern (enthält, exakt oder Regex) /danke, /checkout/success
Klick Erkennt Klicks auf Buttons, Links oder andere Elemente anhand ihrer CSS-Klasse oder ID .btn-buy, #add-to-cart
Formular Erkennt das Absenden eines Formulars #contact-form, .signup-form
Sichtbar Feuert, sobald ein Element in den sichtbaren Bereich gescrollt wird #pricing-section, .testimonials

Tipps:

Trigger testen

  1. Klicken Sie bei einem gespeicherten Trigger auf den grünen Button Testen.
  2. Das System ruft die externe Seite serverseitig ab und prüft:
    • Ist das Tracking-Snippet auf der Seite eingebunden?
    • Wird der konfigurierte CSS-Selektor / das URL-Pattern auf der Seite gefunden?
  3. Optional: Geben Sie eine spezifische Test-URL ein (z.B. eine Unterseite). Leer = Startseite der registrierten Domain.
Trigger-Tab mit Formular zum Anlegen und Tabelle der konfigurierten Trigger
Der Trigger-Tab – oben das Formular zum Anlegen neuer Trigger, unten die konfigurierten Trigger mit Test-Button

Schritt 3: Events auswerten

Im Tab Events sehen Sie alle erfassten Besuche und Conversions.

Events filtern

Was die Events-Tabelle zeigt

SpalteBeschreibung
Datum/UhrzeitWann das Event stattfand
KontaktName des identifizierten Kontakts (verlinkt) oder „Anonym“
URLBesuchte Seite
TypPageview oder Conversion
TriggerName des ausgelösten Triggers (bei Conversions)
SiteRegistrierte Website
Events-Tab mit Filtern und paginierten Tracking-Events
Der Events-Tab – 571 erfasste Events mit Filtern nach Site, Typ, Zeitraum und Identifizierung

Maschinenzugriffe

Nicht jeder Aufruf kommt von einem Menschen. Messwerkzeuge wie PageSpeed Insights oder Lighthouse rufen Ihre Seite in Serie auf, Suchmaschinen und andere Programme lesen sie aus, Überwachungsdienste prüfen in festen Abständen, ob sie erreichbar ist. Octoserv erkennt solche Zugriffe beim Eingang und speichert sie mit einer Markierung, statt sie als Besuch zu zählen. Nichts wird gelöscht.

Woran Octoserv sie erkennt

Grund (Tooltip)Bedeutung
Kennung eines Messwerkzeugs, Crawlers oder SkriptsDie Browserkennung gehört zu einem bekannten Messwerkzeug (Lighthouse, PageSpeed, WebPageTest), einer Suchmaschine oder einem KI-Crawler, einem Skript (curl, Python) oder einem Überwachungsdienst.
Keine BrowserkennungDie Anfrage nennt gar keine Kennung.
Der Browser meldet AutomatisierungDer Browser wird ferngesteuert (zum Beispiel für automatische Tests).
Der Browser meldet keine SpracheEchte Browser nennen immer eine Sprache.
Eigener BrowserSie haben diesen Browser als eigenen markiert (siehe unten).
Mindestens vier Aufrufe derselben Seite innerhalb von 60 Sekunden, ohne Besucherkennung und ohne VerweisTypisch für eine Messreihe (zum Beispiel drei mobile und drei Desktop-Läufe nacheinander). Alle Aufrufe dieser Reihe werden markiert.

Eigene Aufrufe ausblenden

Ihre eigenen Kontrollaufrufe sollen Ihre Zahlen nicht verfälschen. Es gibt zwei Wege:

Maschinenzugriffe lösen außerdem nie eine Meldung an eine Werbeplattform aus, setzen keine Tags und erscheinen nicht in der Aktivität eines Kontakts.

Hinweis: Besucht jemand ohne Einwilligung und ohne Verweis innerhalb einer Minute vier Mal dieselbe Seite, trifft ihn die letzte Regel ebenfalls. Der Aufruf bleibt gespeichert und ist über den Schalter sichtbar. Erscheinen Messreihen aus Zeiten vor der Einführung noch in Ihren Zahlen, markiert Ihr Betreuer den Bestand nachträglich nach derselben Regel.


Besucherkennung und Einwilligung

Seit Version 2.5.0 zählt das Snippet jeden Seitenaufruf, speichert aber ohne Einwilligung nichts im Browser des Besuchers: keine Besucherkennung, keinen Cookie, keinen Eintrag im localStorage oder sessionStorage. Gezählt werden Seitenaufrufe mit Quelle und Kampagne (UTM), Verweis, Gerätetyp und Einstiegsseite. Diese Zahlen bleiben vollständig.

Eine zufällige Besucherkennung wird erst gesetzt, wenn

Erst dann werden Besuche einer Person zugeordnet. Stimmt der Besucher später auf derselben Seite zu, beginnt die Kennung ab diesem Moment. Widerruft er die Einwilligung oder lehnt er ab, löscht das Snippet die Kennung wieder.

Wer die Einwilligung auf anderem Weg einholt, kann unter Funktionen → Tracking → Einstellungen den Schalter Besucherkennung ohne Einwilligung einschalten. Dann bekommt wie früher jeder Besucher beim ersten Seitenaufruf eine Kennung. Der Schalter ist ausgeschaltet und nur für Administratoren änderbar.

Wie werden Kontakte erkannt?

Jeder Besucher ist zunächst anonym. Die Identifizierung läuft automatisch über E-Mail-Links:

  1. Ein Kontakt erhält eine E-Mail aus Octoserv (Kampagne, Newsletter etc.).
  2. Octoserv hängt an alle Links, die auf eine registrierte Domain zeigen, automatisch einen verschlüsselten Parameter an.
  3. Klickt der Kontakt auf den Link, erkennt das Snippet den Parameter und setzt eine Besucherkennung.
  4. Ab diesem Moment werden die Events auf dieser Domain dem Kontakt zugeordnet, auch weitere Besuche ohne E-Mail-Link, solange die Kennung besteht.

Der Kontakt muss sich nirgends anmelden. Die Zuordnung passiert unsichtbar im Hintergrund, sobald er einen Link aus einer E-Mail klickt.

Visitor-Merging – Rückwirkende Zuordnung

Hat ein Besucher eine Besucherkennung (nach Einwilligung in Statistik) und wird später über einen E-Mail-Link identifiziert, werden alle bisherigen Events dieser Kennung rückwirkend dem Kontakt zugeordnet. Seitenaufrufe ohne Einwilligung haben keine Kennung und bleiben anonym:

Beispiel: Ein Besucher surft am Montag anonym auf Ihrer Shop-Seite und klickt den Warenkorb-Button (Trigger mit Tag „Kaufinteresse“). Am Mittwoch klickt er auf einen Link in Ihrem Newsletter. Ab sofort sehen Sie im Kontakt-Journal auch den Warenkorb-Klick vom Montag – inklusive Conversion-Tag.

Was „Anonym“ bedeutet

Anonyme Events sind kein Fehler. Sie zeigen Besucher, die nicht über einen E-Mail-Link gekommen sind, z.B. Google-Besucher, direkte Aufrufe oder Social-Media-Traffic. Hat der Besucher in Statistik eingewilligt, werden seine Events dem Kontakt zugeordnet, sobald er sich später über einen E-Mail-Link identifiziert. Ohne Einwilligung bleiben sie dauerhaft anonym und zählen nur in den Summen.


IP-Ausschluss konfigurieren

Im Tab Einstellungen können Sie IP-Adressen vom Tracking ausschließen – z.B. die eigene Büro-IP, um interne Besuche nicht zu zählen.

  1. Wechseln Sie zum Tab Einstellungen.
  2. Tragen Sie IP-Adressen ein (eine pro Zeile).
  3. Oder klicken Sie auf Meine IP erkennen – Ihre aktuelle IP wird automatisch eingetragen.
  4. Klicken Sie auf Speichern.

Was Sie im Ergebnis sehen


Anwendungsbeispiele

Beispiel 1: Shop-Tracking mit Warenkorb-Conversion

  1. Registrieren Sie Ihren Shop unter Funktionen > Tracking > Sites.
  2. Binden Sie das Snippet auf der Shop-Seite ein.
  3. Erstellen Sie einen Klick-Trigger auf .btn-buy mit Tag „Shop-Interesse“.
  4. Versenden Sie eine Kampagne mit Link zu Ihrem Shop.
  5. Jeder Klick auf „In den Warenkorb“ wird als Conversion erfasst und der Tag automatisch gesetzt.
  6. In der Kontaktliste können Sie nach dem Tag „Shop-Interesse“ filtern.

Beispiel 2: Landingpage mit Formular-Tracking

  1. Registrieren Sie Ihre Landingpage als Site.
  2. Erstellen Sie einen Formular-Trigger auf #contact-form mit Tag „Anfrage-LP“.
  3. Erstellen Sie einen Sichtbar-Trigger auf #pricing mit Tag „Preis-gesehen“.
  4. In der Event-Liste sehen Sie, welche Kontakte den Preisbereich gesehen und das Formular abgeschickt haben.

Beispiel 3: Anonyme Besucher nachträglich identifizieren

  1. Ein Besucher stimmt im Banner der Kategorie Statistik zu und surft 3 Tage auf Ihrer Website. Alle Besuche werden unter seiner Besucherkennung erfasst.
  2. Am 4. Tag klickt er auf einen Link in Ihrem Newsletter.
  3. Alle bisherigen anonymen Events erscheinen rückwirkend im Journal des Kontakts.
  4. Sie sehen die komplette Besuchs-Historie – inklusive aller Conversions und Tags.

Datenschutz


Häufige Fragen

FrageAntwort
Muss ich auf der externen Seite etwas ändern, wenn ich neue Trigger hinzufüge? Nein. Die Trigger-Konfiguration wird vom Snippet per API geladen. Sie müssen nur einmal das Snippet einbinden.
Funktioniert das Tracking auf Shopify / Squarespace / etc.? Ja. Sie müssen nur das Snippet einbinden. Klick- und Formular-Trigger funktionieren über CSS-Selektoren, unabhängig von der Plattform.
Was passiert mit anonymen Besuchern? Ihre Seitenaufrufe werden gezählt. Mit Einwilligung in Statistik werden sie dem Kontakt zugeordnet, sobald er sich später über einen E-Mail-Link identifiziert (Visitor-Merging). Ohne Einwilligung bleiben sie anonym.
Werden Cookies gesetzt? Nein. Keine Cookies, kein Fingerprinting. Eine Besucherkennung im localStorage gibt es nur nach Einwilligung in Statistik oder nach einem persönlichen Link.
Wie wird ein Kontakt identifiziert? Automatisch, sobald der Kontakt auf einen Link in einer E-Mail klickt, die auf eine registrierte Domain zeigt. Der verschlüsselte Parameter wird vom Snippet erkannt.
Kann ich meine eigenen Besuche ausschließen? Ja. Im Tab Einstellungen können Sie IP-Adressen hinterlegen, die vom Tracking ausgeschlossen werden.
Wo sehe ich die Tracking-Daten eines einzelnen Kontakts? Im Journal des Kontakts. Externe Seitenbesuche und Conversions werden dort automatisch angezeigt.